6. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb

des Landes Steiermark

ZIELE

Die Förderung der Entstehung von neuen Werken für Musiktheater. Die Förderung von hochtalentierten Komponist*innen der jüngeren Generation, konkret manifestiert in der Vergabe von Kompositionsaufträgen für zwei Musiktheater-Werke (Einakter) von jeweils ca. 1 Stunde Länge, die an der Kunstuniversität Graz zur Uraufführung gelangen sollen.

Der Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerb wird von der Kunstuniversität Graz (KUG) als geladener Wettbewerb durchgeführt. Die prämierten Komponist*innen erhalten den Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionspreis des Landes Steiermark und damit verbunden einen Kompositionsauftrag für ein Musiktheaterwerk. Der Ablauf ist 3-stufig.

Mit dem Klangforum Wien als Ensemble in Residence für „Performance Practice in Contemporary Music“ (PPCM) und der herausragenden Kompositions-Faculty steht der KUG eine Gruppe von Künstler*innen zur Verfügung, die unter dem Vorsitz des*der Rektors*Rektorin und ergänzt durch Musikredakteur*innen aus Rundfunk und Print, die Jury bilden. Diese Jury, in Kenntnis der zeitgenössischen Musik- und Kompositionsszene, lädt viel versprechende Komponist*innen der jüngeren Generation zur Teilnahme am Wettbewerb ein.


WETTBEWERBSBEDINGUNGEN UND ABLAUF

1. Stufe


Die Jury nennt eine Anzahl von Komponist*innen, die zum Wettbewerb eingeladen werden. Voraussetzung ist, dass sie einen Wohnsitz in Europa haben, nach dem 31. März 1974 geboren sind und in den letzten Jahren durch ihr kompositorisches Schaffen aufgefallen sind. Diese Komponist*innen werden dazu eingeladen, folgende Unterlagen einzusenden:

Kompositionen: zwei Partituren, darunter mindestens ein Werk mit Orchester oder mit größerem Ensemble, nach Möglichkeit unter Vokaleinbindung, sowie eine Audio-CD, nach Möglichkeit mit den Aufnahmen der eingereichten Partituren. Die Werke sollen das jeweilige aktuelle kompositorische Schaffen repräsentieren.

Zusätzlich ist als erste Grundidee zu einem Musiktheaterwerk - Einakter von ca. 60 Minuten Länge - eine Handlungsskizze gefordert: Inhaltsangabe inklusive Librettovorschlag a. literarische Vorlage - wenn ja, welche? b. Neuer Text: Wenn ja, wer schreibt ihn?

Einreichfrist: 15. Mai 2014

2. Stufe


Die Jury wählt aus diesen Einreichungen sechs Personen aus, die aus ihrer Grundidee ein Konzept für ein vollständiges Werk ausarbeiten sollen: vollständiges Libretto, eine Szene von mindestens 5 Minuten Länge in vollständiger Partitur (inklusive Instrumentierung). Für diese Ausarbeitung erhalten sie ein Honorar von € 2.500,- pro Person.

Einreichfrist: 31. Dezember 2014

3. Stufe

Aus diesen sechs Konzepten wählt die Jury zwei Preisträger*innen aus, die den Auftrag erhalten, das jeweilige Werk fertig zu stellen. Die Preisträger*innen räumen der Kunstuniversität Graz unentgeltlich die nicht exklusive umfassende, zeitlich, räumlich und sachlich uneingeschränkte Werknutzungsbewilligung nach §§ 14 bis 18a UrhG an ihren Kompositionen, die im Rahmen des 6. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs geschaffen werden, ein. Die Uraufführung der Werke bleibt der Kunstuniversität Graz vorbehalten. Die Reihenfolge wird durch die KUG festgelegt.

Für den Werkauftrag erhalten die Komponist*innen jeweils € 8.000,- Preisgeld.

Einreichfrist für Partitur des gesamten Werkes, Stimmenmaterial, Klavierauszug, elektronische Approximation: 31. Oktober 2015

Geplante Uraufführung Werk 1: Oktober 2016
Geplante Uraufführung Werk 2: Oktober 2017


Die Wettbewerbsteilnehmer*innen akzeptieren mit der Anmeldung die Wettbewerbsbedingungen und den Ablaufplan.


JURY

Robert HÖLDRICH - Geschäftsführender Vizerektor (KUG)
Beat FURRER - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Uli FUSSENEGGER - Klangforum Wien (PPCM)
Wolfgang HATTINGER - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Franz Josef KERSTINGER - ORF
Klaus LANG - Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren (KUG)
Ernst NAREDI-RAINER - Kleine Zeitung
Dimitrios POLISOIDIS - Klangforum Wien (PPCM)

Beratende Künstler*innen aus dem Bereich Regie und Gesang werden beigezogen.


BESETZUNG

Gesangsbesetzung (maximal 9 Solist*innen)
maximal 3 Soprane
maximal 2 Mezzosoprane
maximal 1 Tenor (lyrisch oder Charakterfach)
maximal 1 Bariton und/oder 1 Bass
maximal 1 Sprecher*in

kein zusätzlicher Chor, kein Counter-Tenor

Hinweisen möchten wir, dass die Produktion von jungen Sänger*innen bestritten werden wird, also prinzipiell keine dramatischen Stimmfächer in die Komposition Eingang finden sollen.

Instrumentalbesetzung (8 ­-17 Instrumentalist*innen)
Maximal:
2 Violinen
1 Viola
1 Cello
1 Kontrabass
1 Flöte (Piccolo, Alt-Flöte, Bass-Flöte)
1 Oboe (Englischhorn)
1 Klarinette (B- Klarinette, Es-Klarinette)
1 Sax (S-Sax, A-Sax, B-Sax)
1 Fagott (Kontrafagott)
1 Horn
1 Trompete
1 Posaune
1 Klavier (Celesta, Synthesizer)
2 Schlagzeuge
1 Akkordeon

Die angeführten Instrumente inklusiv Variantinstrumenten dürfen immer nur in solistischer Besetzung Verwendung finden. Der Einsatz von Verstärkung, Live-Elektronik und Zuspielungen ist prinzipiell möglich. Die konkreten Umsetzungswünsche sind in einer späteren Wettbewerbsphase mit dem KUG-Institut für elektronische Musik und Akustik (IEM) abzustimmen.