Preisträger aus Österreich und Kasachstan

Die Preisträger des Johann-Joseph-Fux Opernkompositionspreises des Landes Steiermark stehen fest: Peter Jakober (AT) und Sehyung Kim (Kasachstan) werden unter anderem durch die Umsetzung von  Musiktheaterwerken gewürdigt – dies soll 2019 und 2020 im Rahmen des Musikprotokolls im steirischen herbst geschehen.

Kulturlandesrat Dr. Christopher Drexler und Rektorin Dr. Elisabeth Freismuth freuen sich, die von der Jury aus insgesamt sechs Finalist*innen ermittelten Preisträger*innen des Johann-Joseph-Fux Opernkompositionspreises bekanntgeben zu können. Mit Peter Jakober  überzeugte ein in Österreich geborener Komponist mit seinem Werk  „Populus“. Sehyung Kim aus Kasachstan, durch sein Studium an  der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz dem Land ebenfalls verbunden, gewann mit „Consumnia“.

44 junge Komponist*innen aus diversen Ländern Europas waren eingeladen worden, 21 davon nahmen teil und reichten neben kompositorischen Arbeitsproben Ideen zu einem Musiktheaterwerk ein.  Sechs Finalist*innen erhielten in der Folge die Chance, ein Konzept für einen ca. einstündigen Einakter auszuarbeiten. Verbunden mit dem Preis ergeht nun ein Kompositionsauftrag an Jakober und Kim. Die Uraufführungen der beiden Opernwerke sind für Herbst 2019 und Herbst 2020 im Rahmen des musikprotokoll im steirischen herbst geplant.

„Ich gratuliere Peter Jakober und Sehyung Kim sehr herzlich zum Gewinn des Johann-Joseph-Fux Opernkompositionspreises. Der Wettbewerb ist eine wichtige Förderung für junge Komponistinnen und Komponisten, mit der wir das Entstehen von neuen Musikwerken auf höchstem Niveau unterstützen wollen“, so Kulturlandesrat Dr. Christopher Drexler.

„Der Johann-Joseph-Fux Opernkompositionswettbewerb des Landes Steiermark ist eine ebenso wichtige wie beglückende Initiative zur konsequenten Erweiterung des Repertoire-Horizonts im Musiktheater-Bereich. Die Kunstuniversität Graz wird so in die Lage versetzt, Bewegung in dieses, wie schon der Name des Wettbewerbs betont, so traditionsreiche, faszinierende und zugleich herausfordernde weil äußerst aufwändige Genre zu bringen und international sichtbare Zeichen zu setzen.“ Rektorin Elisabeth Freismuth.

Aus der Begründung der Jury

Ad Peter Jakober:

Peter Jakober‘s POPULUS überzeugt durch eine klare Gesamtkonzeption und musikalisch/klanglich ausgereifte Kompositionsarbeit auf Basis eines ausgezeichneten Librettos von Ferdinand Schmatz, das eine interessante Vorlage für eine Inszenierung ist. Das Sprechende, Singende, Musizierende und Darstellende ist in diesem Werk hervorragend ausbalanciert.

Ad Sergey Kim:

Sergey Kim hat mit seinem in Zusammenarbeit mit Alexander Micheuz entstandenem Libretto eine Metapher von bestechender Einfachheit und Aktualität, einen theatralischen Ort gefunden. Ein apokalyptisches Szenario: ein Spiel auf der Müllhalde unserer Konsumgesellschaft, einem Ersatzteillager menschlicher Organe. Es geht um die menschliche Stimme als letzte Zuflucht von Individualität und deren Gefährdung, Verdinglichung.